Freitag, März 30, 2007

(shiny) glamourboy

norrin radd alias the silver surfer - der held meiner jugend - ausgestattet mit power cosmic, surft mit highspeed auf seinem board, dass rein durch gedankenkraft gesteuert wird, durch das neue fantastic four movie: 'rise of the silver surfer'.

endlich, endlich ist die digitale kinowelt soweit, diesen hochphilosophischen halbgott in silberhülle angemessen auf die leinwand zu projezieren. ich wartete - trotz schwarzeneggerhass - seit dem t2000 (terminator2) darauf.
mir fehlen die worte...
grund genug, mal wieder meine fast vollständige marvelcomic sammlung des 'skyrider of the spaceways' von anfang an durchzuschauen und von einem silbernen ganzkörper-latexanzug zu träumen...
artists, inspired by the silver surfer:
satriani, joe: surfing with the alien. flying in a blue dream (back to shalla bal. the bells of lal, pt.I+II). engines of creation (the power cosmic, pt. i+II). relativity records.
moebius: silver surfer - parabel. 1988.

Mittwoch, März 28, 2007

nicht schwarz/weiss

kürzlich habe ich in 'der zeit' diesen artikel gelesen. er hat mich schockiert und sehr betroffen gemacht. auf eine mir selbst unheimliche weise bin ich von solchen berichten aber auch unglaublich fasziniert - genauso wie von werken, welche die tausend möglichen arten des sterbens beschreiben. ich kann das selbst nicht erklären...

jedenfalls ist das buch gestern an meinen händen kleben geblieben. den lesesessel der politikabteilung einer grossen berner buchhandlung in beschlag nehmend, hatte ich die etwa 250 seiten bis ladenschluss fast durch. ich sass und las wie erstarrt, mit tränen in den augen. kaufen konnte ich es nicht, soviele zeilen haben sich in mein gedächtnis gebrannt...

babtschenko, arkadi. die farbe des krieges. rowohlt verlag. 2007

Montag, März 26, 2007

schmerzen

am ganzen körper. und das nur, weil ich eines freundes schneebrett ausprobieren durfte. gestern den ganzen tag.

ich fühlte mich wie ein junger gott mit flügeln an den fersen, dem sich tausend neue welten erschlossen - frühmorgendlichen pulverschnee freerides und den folgenden ermüdungsanzeichen zum trotz nachmittags immer wieder und wieder kurven, ollies ,fakie turns, highspeed carving und midi jumps...

zur belohnung: halsstarre, munggenfett auf's geschundene knie, perskindol-bad und bettruhe um 21.15h. tiefschlaf im immer wiederkehrenden freien kantenfall aufs hinterteil und die oberen extremitäten. traumatisiertes nachfahren quasi.

in der heutigen wiederauferstehung - nur mit beinerner stützhilfe sowie wärmepackung im schulterbereich möglich - fühle ich mich wie odin kurz vor ragnarök, mit zement in den gelenken und blei an den ..ern.

Montag, März 19, 2007

schnappschuss ade

digitale fotografie hat ihre grenzen. jedenfalls mit diesen kleinen handlichen schnappschusskameras. und irgendwie geht mir das häufig sinnlose geknipse damit einfach nur noch auf den drücker (klar, auch das hat unter gewissen umständen seine berechtigung).
aber mit fotografie, wie ich es vor fast zwanzig jahren gelernt habe, hat das schon lange nichts mehr zu tun. und deshalb habe ich mir aus einer laune heraus - und weil ich dieses angebot einfach nicht 'nicht' beachten konnte - den lieblingsapparat meiner fotojugend 'zurückgekauft'.

und ich weiss, dass ich dafür bluten muss: kamera und objektive sind schwer und unhandlich. filme und fotoentwicklungen kosten geld, zeit und es ist u. u. sogar mit verlusten zu rechnen... aber dafür fühle ich mich jetzt wieder als vollwertiger zelluloid-knipser, der sich für bildkompositionen ein paar minuten mehr zeit nehmen kann, darf und muss. analoge bildentschleunigung sozusagen.
und endlich habe ich auch meinen schmerz verwunden, vor 10 jahren dieselbe kamera - mit genialem zubehör - für viel zu wenig geld verkauft zu haben, nur weil ich nach 6 monaten fotoabstinenz dachte, dass ich nie mehr fotografieren würde.

Donnerstag, März 15, 2007

lustmerkmal

die kurven umhüllt, nur kurz noch vor dem winter verborgen.
ein rundformiges zittern in der frühlingsfrische,
gänsehaut unter dem kleiderstoff, eng.
kaltwindiges provoziert das erotisierende kribbeln für den knospenschau im seidenwall der weiblichkeiten.

wohin wird geschaut, wenn nicht in die ausschnitte der luststeigernden busenbriesen?

das berührbefangene körperkaschieren, so wie es sich nur jetzt präsentiert.
unwissend feilgeboten an die lust, zu schauen und zu schmecken.
das zungenspiel kostet vom saugenden beissen am spitzen formenstraff.
solange, bis leidenschaftliches hart die wolllust schürt.

wunschwallungen umspülen das wohlweich der schenkel.
durch lippenzehr willig benetzt - jetzt, da kosung entspannt -
ist sie aufnahmebereit für salzschmeckiges leben.

ein willensstark geschwächtes durchbeben im wiegen der fülligen leibesmassen,
kraftvoll, taktlos ergeben in des liebesstoss' langer atem.
bittstellend, flehend unter zurückhaltenden körperzuweisungen.

zäh in tiefe schlunde triefend der erguss wortgewaltiger versprechen,
begleitet vom heisshäutigen erregungsrot der liebesschläge.
unschuld lächelt in gier.


sir_n für der liebenden schatten, frühling 2006