ich habe begonnen, 'leviathan' von julian green zu lesen... begonnen. und vertagt.
die abgründe die sich darin auftun, sind mir momentan einfach zu abstrus: in einem der ersten kapitel wird die wesensart einer der hauptfiguren im roman erläutert (madame londe) - die präzision des messerscharfen erkennens und das widergeben ihrer gedankengänge und vorstellungen, die krankhaften eigenarten dieses beschriebenen menschen hat in mir eine wut und einen widerwillen heraufbeschwört, wie ich es nur allzu gut aus dem zusammensein mit einem mir bekannten, im wirklichen leben existierenden, menschen kenne.
und nur ein kapitel später werde ich mit einer anderen, kaputten seelenbeschreibung konfrontiert.
nein, das vertrage ich im moment einfach nicht!
ich brauche etwas romantisches, liebliches. und deshalb habe ich mir gestern 'der englische patient' von michael ondaatje gekauft. aus meiner lieblingsreihe des verlags der süddeutschen zeitung.
Donnerstag, Juli 27, 2006
Montag, Juli 24, 2006
sicherheitsmassnahmen
seit einiger zeit wird dieser blog automatisch zugemüllt. als konsequenz daraus, muss beim kommentare verfassen neu eine wortbestätigung eingegeben werden. nützt das alles nichts, sehe ich weitere schritte vor.
ich weiss, ihr versteht das.
bei dieser gelegenheit fordere ich euch auf, beim kommentare verfassen die identität 'sonstige' (anstatt anonym) zu wählen. dort könnt ihr direkt euren namen eintragen und ggf. auch eure website oder e-mailadresse. alles optional.
danke.
ich weiss, ihr versteht das.
bei dieser gelegenheit fordere ich euch auf, beim kommentare verfassen die identität 'sonstige' (anstatt anonym) zu wählen. dort könnt ihr direkt euren namen eintragen und ggf. auch eure website oder e-mailadresse. alles optional.
danke.
un/sinn
manchmal scheint mir, als bestünde unsere wahrhaftige trägheit darin, dass wir unseren alltag und unser leben mit so dermassen viel aktivitäten anfüllen, dass uns keine zeit mehr bleibt, uns mit den wahren fragen auseinander zu setzen...
Sonntag, Juli 23, 2006
roger keith 'syd' barrett
klangblumen im kopf. augen, wie schwarze löcher im himmel.
"licht trübt den nebel,
die toten winken uns zurück in die reihe"
syd barret, gründer der band pink floyd, ist 60jährig gestorben.
ehre dem pfeifer an den toren der morgendämmerung.
"licht trübt den nebel,die toten winken uns zurück in die reihe"
syd barret, gründer der band pink floyd, ist 60jährig gestorben.
ehre dem pfeifer an den toren der morgendämmerung.
Mittwoch, Juli 19, 2006
pessoa sagt, teil 2
"ich befinde mich momentan in einer mir wohlbekannten, gleichmässig tiefen und unerschütterlichen depression. ein zustand der ganz und gar dem wesen des 'buches der unruhe' entspricht."
aus einem brief an einen freund, 1914
...ein zustand, in dem ich mich momentan überhaupt nicht befinde, aber seeehr wohl nachvollziehen kann. melancholische bücher zu lesen, hat für mich auch im sommer seinen reiz - irgendwie scheint mir die sonne dann doppelt so wärmend.
aus einem brief an einen freund, 1914
...ein zustand, in dem ich mich momentan überhaupt nicht befinde, aber seeehr wohl nachvollziehen kann. melancholische bücher zu lesen, hat für mich auch im sommer seinen reiz - irgendwie scheint mir die sonne dann doppelt so wärmend.
Donnerstag, Juli 06, 2006
der reine blick auf die dinge
nun, da der tod sich nähert,
spreche ich mit den toten.
nicht, dass ich's möchte.
sie sprechen mit mir. sie, in meinen träumen.
nacht für nacht erscheint mir der eine oder der andere,
nicht wie ein toter, nein, wie er lebend war.
und wir sprechen miteinander.
und es zählt nicht, was wir uns zu sagen haben:
es ist wie früher, als das leben uns zusammen noch aufnahm.
beim erwachen erst entdecke ich zu meinem erstaunen,
dass es nicht sein kann und dass es doch so gewesen ist.
und ich sage mir: mit einem toten hast du in dieser nacht wieder gesprochen:
wer ist wohl der nächste?
so werd' ich von traum zu traum mit den toten vertrauter,
werde einer von ihnen.
und inzwischen wird spärlicher, schwacher
das gespräch mit den lebenden.
remo fasani: 'der reine blick auf die dinge' limmat verlag, zürich 2006
spreche ich mit den toten.
nicht, dass ich's möchte.
sie sprechen mit mir. sie, in meinen träumen.
nacht für nacht erscheint mir der eine oder der andere,
nicht wie ein toter, nein, wie er lebend war.
und wir sprechen miteinander.
und es zählt nicht, was wir uns zu sagen haben:
es ist wie früher, als das leben uns zusammen noch aufnahm.
beim erwachen erst entdecke ich zu meinem erstaunen,
dass es nicht sein kann und dass es doch so gewesen ist.
und ich sage mir: mit einem toten hast du in dieser nacht wieder gesprochen:
wer ist wohl der nächste?
so werd' ich von traum zu traum mit den toten vertrauter,
werde einer von ihnen.
und inzwischen wird spärlicher, schwacher
das gespräch mit den lebenden.
remo fasani: 'der reine blick auf die dinge' limmat verlag, zürich 2006
Mittwoch, Juli 05, 2006
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